
Blumengroßhändler Cox: Mobile Lösungen für Warenannahme und Verkauf
Leuchtende Farben, aufrechte Blüten und kräftige Blätter: Der Frischegrad von Topfpflanzen und Schnittblumen ist für jeden Kunden sofort erkennbar und für den Fachhandel einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren – beeinflusst wird er vor allem durch die Logistik zwischen Gewächshaus und dem „Point of Sale“. Der niederrheinische Blumengroßhändler Cox hat deshalb gemeinsam mit der AISCI Ident GmbH die Abläufe in seiner Lieferkette Schritt für Schritt optimiert. Das Gelderner Unternehmen beschleunigt heute Wareneingang und Qualitätskontrolle mit Hilfe eines innovativen mobilen Warenannahme-Terminals.
Am Standort Geldern-Lüllingen vertreibt Cox auf einer Fläche von 6.000 Quadratmetern ein Sortiment mit 98.000 Produkten und realisiert einen täglichen Umsatz von 10.000 Artikeln. Seit September 2008 verfügt das Unternehmen in Trier über einen zweiten Standort mit einer Verkaufsfläche von 2.000 Quadratmetern. Der Vertrieb erfolgt durch Versteigerungen, den mobilen Fahrverkauf per Lkw direkt vor Ort beim Kunden sowie den herkömmlichen Direktverkauf in Trier und Lüllingen.
Erste Projektphase: Vertrieb
Der Blumen- und Pflanzengroßhandel ist ein Saisongeschäft. Gerade deshalb ist Cox auf effiziente und reibungslose Abläufe im Verkauf angewiesen. Um diese zu optimieren, damit verbundene Wartezeiten für die Kunden zu verkürzen und den Durchsatz zu steigern, entschied sich Cox für ein neues Konzept für die mobile Datenübertragung. Dabei beriet die AISCI Ident GmbH den Blumengroßhändler und lieferte die notwendige Hardware. Heute sind die Verkaufsmitarbeiter an beiden Standorten mit mobilen Funkterminals mit integrierten Scannern ausgestattet. Eingesetzt werden die Gerätetypen Datalogic Falcon und Unitech PA600. „Die Terminals sind über verschiedene Funkanbindungen an das Warenwirtschaftssystem von Cox angeschlossen. Der direkte Datenaustausch gewährleistet einen permanent aktuellen Stand des Host-Systems“, beschreibt Thomas Behr, Projektverantwortlicher bei der AISCI Ident GmbH, den optimierten Datentransfer bei Cox. Während in der Halle die Verbindung über WLAN hergestellt wird, verfügen die Terminals der Verkaufsfahrer über ein UMTS-Modul. Durch die Anbindung wird jeder Verkauf sofort registriert und berechnet – eine Nachbearbeitung durch den Mitarbeiter am PC sowie das manuelle und fehlerträchtige Übertragen handschriftlicher Informationen entfällt. Im Außendienst gilt dies auch für Quittungen und Empfangsbestätigungen, die vom Kunden per Unterschrift direkt auf dem Display des Terminals erstellt und so als Beleg archiviert werden. Der gesamte Geschäftsprozess wird auf diese Weise ohne zusätzliches Nachbearbeiten abgeschlossen.
Zweite Projektphase: Wareneingang
Nachdem die Verkaufsprozesse erheblich vereinfacht wurden, widmeten sich Cox und AISCI dem Wareneingang. „Ziel war es, Qualität und Menge der in Lüllingen angelieferten Handelswaren möglichst schnell zu prüfen und zu erfassen“, erklärt Thomas Behr. Der bisherige Ablauf sah eine manuelle Eingabe des Lieferscheins in das ERP-System und den anschließenden Ausdruck der Etiketten vor. Mit den Etiketten konnte die Ware dann in Empfang genommen, beschriftet und für den Verkauf vorbereitet werden. „Die damit verbundenen manuellen Abläufe haben viel Zeit in Anspruch genommen“, erinnert sich Andreas Borg, Marktleiter und EDV-Administrator bei Cox. Zudem konnten die Cox-Mitarbeiter die Qualität der gelieferten Ware nicht schnell genug kontrollieren. „Gerade dieser Punkt ist für uns jedoch sehr wichtig, zumal unsere Qualität nach dem ISO-Standard zertifiziert ist“, erläutert Borg weiter. In diesem Zusammenhang ist eine lückenlose und exakte Lieferantenbewertung von entscheidender Bedeutung. Um dieser Aufgabenstellung in vollem Umfang nachzukommen, wurden Bestellablauf und Warenannahme erheblich umgestaltet. Dafür gestaltete AISCI ein individuelles, mobiles Warenannahme-Terminal für Cox. Insgesamt zwei Wagen sind in Lüllingen im Einsatz. Beide verfügen über Datalogic-PowerScan-D8330-Scanner, robuste Industrieterminals vom Typ ads-tec VMT-5015 und je zwei leistungsfähige Etikettendrucker vom Typ Datamax M-4210 WLAN. Zentraler Bestandteil des neuen Annahmesystems ist der mit Barcode versehene Lieferschein, den der Fahrer zusammen mit der Ware abgibt. Das Papier enthält einen Barcode mit allen Auftragsdetails und wird bereits bei der Bestellung von Cox erstellt sowie an den Lieferanten versendet. Bei der Warenannahme wird zunächst der Barcode des Lieferscheins gescannt, worauf alle bestellten Positionen am Terminal des Warenannahmewagens angezeigt werden. Anhand der tatsächlich angelieferten Ware prüft der Mitarbeiter am Wareneingang so jede Position genau. Abweichungen in Menge und Qualität des ursprünglich erteilten Auftrags werden auf diese Weise sofort erkannt und im System vermerkt. „Damit verfügen wir über eine optimale Lösung zur Qualitätskontrolle und zur Bewertung unserer Lieferanten“, stellt Borg fest und ergänzt: „Verwechslungen sind ausgeschlossen und wir haben jetzt auch unsere Warenannahme vollständig automatisiert.“
Die technische Umstellung auf das neue System verlief problemlos. Die größte Herausforderung bestand in der Eingewöhnung der Mitarbeiter, die mehr als zehn Jahre mit der vorherigen Lösung gearbeitet hatten. „Die Neuerungen mussten von allen Beteiligten angenommen und akzeptiert werden“, betont Borg, der die Mitarbeiter von Anfang an in die Gestaltung der Benutzeroberflächen einbezogen hatte. Im Rahmen der Systemumstellung führte AISCI eine eintägige Schulung durch. Darüber hinaus verantwortete der Auto-ID-Experte unter anderem auch die Projektkonzeption und Inbetriebnahme mit. „AISCI bietet uns schon seit Jahren einen umfassenden Service, mit dem wir von Anfang an sehr zufrieden waren“, erklärt Borg. Aus diesem Grund hat Cox für das aktuell abgeschlossene Projekt keine weiteren Anbieter herangezogen. „So viele Blumen und Lorbeeren muss sich ein Lieferant erst einmal erarbeiten, das ist nicht einfach.“
Über die Gebrüder Cox
Die Gebrüder Cox GmbH ist ein im Jahr 1988 gegründeter mittelständischer Großhandel für Topfpflanzen und Schnittblumen. 65 Mitarbeiter bedienen 3.000 Abnehmer und organisieren Tätigkeiten auf sieben europäischen Märkten mit den Schwerpunkten Deutschland, Niederlande, Frankreich und Italien. Cox betreibt Standorte in Lüllingen und Trier und gilt als größter privat betriebener Abholmarkt in Deutschland. Das Unternehmen verkauft an Floristen, Gartencenter und andere Großhändler.
Dieser Bericht ist erschienen in:
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